Alle Artikel mit dem Schlagwort: Medienwissenschaft

Irgendwas mit Medien – Hörfunk

Auf einer Familienfeier fragen die Gäste zwei Geschwister, was sie studieren. Er sagt: „Medizin“ – „Oho“ „Aaah“. Es wird anerkennend geraunt und gleichzeitig wissend genickt. Sie erzählt, dass sie Medienwissenschaft studiert. „Medienwissenschaft? Was ist das?“ und „Wird man damit Nachrichtensprecher bei der Tagesschau?“, wollen Omas Bekannte wissen. Wenn die gleiche Konversation auf einer Party mit jüngeren Besuchern stattfindet, dann folgt oft ein sarkastisches: „Soso, irgendwas mit Medien.“ oder: „Das ist ja cool!“, weil die Person glaubt, dass man ein total aufregendes Lifestyle-Studium absolviert und zukünftig glamouröse Berufsaussichten auf einen warten, bei denen man viele wichtige Leute trifft. Oder im Zweifelsfall wenigstens den ehrwürdigen Job ausführt, über wichtige Leute zu berichten, andere Menschen zu unterhalten und zu informieren beziehungsweise ihnen vorzuschlagen, an was sie denken und was sie gut finden sollen. Oder aber man wird eben doch ein „echter“ Wissenschaftler und untersucht per Eyetracking die Auswirkungen von Gewaltspielen auf Kindergartenkinder. „Irgendwas mit Medien“ ist zu einer geflügelten Redewendung geworden. Sie bezeichnet ein Konglomerat von Berufsfeldern, das im weitesten Sinne mit dem Begriff „Medien“ in Verbindungen gebracht …

Die Banalität der Privatsphäre

Während sich Senioren bei Facebook anmelden und Mittvierziger WhatsApp (und die ungemein praktischen WhatsApp-Gruppen) für sich entdecken, sind diese Apps unter Teenagern schon wieder out.  Sie nutzen neue Apps wie Snapchat oder YouNow, um mit Freunden und Fremden zu kommunizieren. Oft präsentieren sie dabei ganz banale Dinge: Die NutzerInnen fotografieren etwa ihr Mittagessen, filmen sich beim Chillen mit Freunden oder erzählen der Kamera von ihrem Tag. Eigentlich ja nichts schlimmes, oder? Sollte man sich Sorgen machen, dass sie diese Informationen ins Internet stellen? Oder ist es nicht trotzdem privat, auch wenn es banal ist? Diesem Phänomen sind wir in einem rund vierminütigen Radiobeitrag auf den Grund gegangen, den ihr euch im Player anhören könnt:

in medias res

„Irgendwas mit Medien“ ist unter Studierenden eine beliebte Antwort auf die Frage, womit man denn mal seine Brötchen verdienen möchte. Je näher der Abschluss rückt, desto wichtiger ist es, sich damit auseinanderzusetzen, welche Jobs und Berufsfelder sich eigentlich hinter dem Buzzwort der Buzzphrase „Irgendwas mit Medien“ verbergen. Lokaljournalismus oder rechercheintensive Reportagen? Interne Kommunikation im Großkonzern oder doch lieber als Pressestimme einer NGO die Welt retten? In der Reihe in medias res möchten wir im Gespräch mit ehemaligen Studierenden der Medienwissenschaften Berufsfelder und Perspektiven für MeWis vorstellen.

„Your Net“ 2015 = „Your Sex“ 2015?

Bei der „Your Net“- Konferenz soll vor allem jungen Mediennutzern ein verantwortungsbewusster und selbstschützender Umgang mit dem Internet vermittelt werden. Es geht darum, Fragezeichen zu löschen und viele Ausrufezeichen rund um die Themen Datenschutz, Medienrecht, Internetsucht etc. zu hinterlassen. Diese kostenfreie Tagung wird  in unregelmäßigen Abständen vom Deutschen Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) veranstaltet. Die gemeinnützige Gesellschaft (GmbH) wurde im Jahr 2011 von der Deutschen Post AG und dem damaligem Gründungsschirmherrn Bundespräsident Joachim Gauck, mit dem ausdrücklichen Ziel vertrauliche und sichere Kommunikation im Internet zu fördern, gegründet. Das hört sich erstmal ziemlich zäh an. Genau das Gegenteil war der Fall!