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Redaktions-Fundstücke im September

Mit Musik durchs Herbstlaub Elisa: Nicht neu, aber immer wieder schön anzusehen und anzuhören. It´s nothing as it seems. Und wer könnte einer Band wiederstehen, die sich Aale nennen? Leo: Dieses Lied bringt mich in stressigen Situationen immer wieder runter. Augen schließen, durchatmen, bis 10 zählen und auf einmal merkt man, dass alles Sinn macht. Bunte Bilder für graue Tage Jo: Ist zwar schon über fünf Jahre alt, aber trotzdem noch einer der innovativsten Werbespots: Er integriert den Zuschauer ins Geschehen und beleidigt ihn dabei auch noch. Trotzdem und obwohl man weiß, dass man sich von Werbung eigentlich nicht beeinflussen lassen sollte, möchte man irgendwie wissen, wie Old Spice denn nun eigentlich riecht. Kato: Mr. Robot: Der menschenscheue Elliot ist Mitarbeiter einer IT-Sicherheitsfirma bei Tag, taltentierter Hacker bei Nacht. Eines Tages wird er von einer Hackergruppe kontaktiert – ihr Ziel ist kein geringeres als eine Revolution. Vielversprechender Plot, viele „WTF?!„-Momente und unerwartete Wendungen im Verlauf der ersten Staffel. Definitiv sehenswert! Elisa: Ich lache selten, wenn etwas lustig sein soll, aber Das Orakel von Selfie ist …

What’s your fantasy?

Es ist nicht das, wonach es aussieht!   Goldenes Licht, flauschiger Teppichboden, mintfarbene Wände und eine opulent gerahmte Landschaftsmalerei. Die Szenerie verführt geradezu unschuldig dem pittoresken Anschein eines amerikanischen Vorstadtwohnzimmerkitschs zu verfallen. Wären da nicht einige wundersame Objekte zu verzeichnen – etwa das Filmequipment oder eine nackte Blondine, die ihre Beine vor einer auf dem Teppich sitzenden Brünetten spreizt. Die Arbeiten des Fotografen Larry Sultan aus der Reihe „The Valley“ entstanden in den Jahren von 1998-2004 während der Dreharbeiten von Pornofilmen.

Im Schwitzkasten

Es ist heiß. Langsam bilden sich Schweißperlen auf meiner Stirn. Auf allen Vieren krieche ich vorwärts, gleichzeitig neugierig und nervös. Meine Knie protestieren gegen die harten Holzbretter unter mir und wecken die Erinnerung an lange vergangene Kindheitstage. Der dunkle Schacht, durch den ich mich zwänge, misst ungefähr einen halben Meter in Breite und Höhe und stellt mich vor immer wieder neue akrobatische Herausforderungen: steile Ecken, die nur in Seitenlage bezwingbar sind, Treppen, die nach unten und nach oben führen, Abschnitte die so schmal sind, dass ich Angst habe steckenzubleiben. Ist der Eingang erst einmal durchquert, sollte man seiner Gelenkigkeit vertrauen, denn Umkehren ist unmöglich. Es ist so ähnlich wie bei geschlossenen Rutschen in Erlebnisbädern, bei denen der Vordermann in einem dunklen Loch verschwindet und bald danach spitze Schreie ausstößt, von denen man hofft, dass es Schreie der Verzückung sind.