Fortsetzung folgt..., Leo goes elefunds

Welcome to Berlin!

Teil 2 (hier gehts zu Teil 1)

Die erste Woche im heißen Berlin habe ich geschafft.

Schon jetzt habe ich mein Lieblingscafé gefunden, in dem ich mir – hin und wieder – einen großartigen schwarzen Kaffee schmecken lasse. Auch jetzt sitze ich wieder hier drin, Berlin hat sich wieder auf ca 38 Grad aufgeheizt, mein CousCous-Salat ist schon aufgegessen und ich mache mir Gedanken über die letzten sieben Tage.

Ach, Berlin, du kannst so hässlich sein!

Nach einer endlos langen Fahrt vom Neckar zur Spree habe ich am Sonntag erstmal versucht, mich in meiner neuen Heimat Neukölln zurechtzufinden. Kulturschock wäre zu viel gesagt, aber den ein oder anderen entgleisten Gesichtsausdruck hatte ich ganz bestimmt. Menschen, die mit Hunden rumknutschen, sieht man ja auch doch nicht alle Tage. Die S- und U-Bahnen warten fast genau vor meiner Haustür auf mich, deswegen ist es auch kein Problem, den roughen Charme von Neukölln gegen die trendy Seiten Kreuzbergs, oder durch das friedliche Herz Friedrichhains einzutauschen.

elefunds – Es geht los!

Sonntag Nachmittag. Nach einem kleinen Umweg (ca. 1h :)) zum Treffpunkt mit CEO Tim ging es gleich los. Nicht im klassischem Sinn mit Hände schütteln und seriösem Sie, sondern mit offenen Armen und großem Lächeln – man kennt sich ja schließlich auch schon von früheren Arbeitsverhältnissen.

Von einem Bierchen begleitet, spazieren wir durch Kreuzberg. Auch wenn die Stimmung gelöst und vertraut ist, weiß ich, dass ich gerade meinen Kopf auf hohe Aufmerksamkeit stellen muss, Fragen stellen muss, wo Fragezeichen sind, umso viel insight wie möglich zu bekommen. Nach 3 oder 4 Stunden Input sitze ich in der angebrochenen Nacht wieder in der Ringbahn nach Hause. Der Kopf brummt, die Ideen rasen durch meine Gedanken. Aber neben der allerersten Überforderung weiß ich jetzt schon, dass meine Bewerbung bei elefunds genau das Richtige war.

„Leo, wir brauchen keine Praktikantin, wir wollen auf Augenhöhe mit dir arbeiten!“

(O-Ton Tim)

 

Montag Morgen. Schlüssel fürs Office, Zugangsdaten zu zig verschiedenen Seiten, Gruppen und noch mehr Infos, die ich zu verarbeiten habe. Auch wenn die Informationsflut eher mehr als weniger wird, merke ich jetzt schon, dass sich das Dunkel so langsam lichtet und ich einen Riesenspaß daran habe, mich mit all diesen Informationen und Aufgaben zu beschäftigen.

Montag Mittag. Gleich geht’s los zum WWF. elefunds arbeitet mit dem WWF nicht nur im Zusammenhang mit dem Konzept „Round-up – donate – share“ zusammen, sondern teilweise sind die Mitarbeiter von elefunds auch als Coaches für die Face-to-face Fundraiser tätig.

Face-to-face fundraising? Das machen diese ganzen fleißigen, kleinen Pandas in ganz Deutschland die euch auf der Straße ansprechen, um eure Aufmerksamkeit gerne für ein paar Minuten auf den WWF zu lenken Diese Helfer sind unglaublich wichtig für Charities, da die Wenigsten morgens mit dem Geistesblitz aufwachen, eine gute Sache unterstützen zu wollen. Sie geben jedem von uns die Chance, endlich was Gutes zu tun! Ganz einfach – nicht viel – und ohne Kleingedrucktes, vor dem man Angst haben muss.

Ich sitze in der von Tim geleiten Schulung und freue mich über die motivierten Gesichter, die sich darauf freuen, den ein oder anderen Passanten an die Hand zu nehmen, um mit ihm in eine gemeinsame, bessere Zukunft zu gehen.

Dienstag. Ich lerne Peppi, auch ein elefunds Coach für den WWF, kennen und fahre mit ihm durch Berlin und Potsdam von Team zu Team um zu sehen, wie es läuft. Die meisten sind hochmotiviert und verlieren den guten Gedanken nicht aus den Augen. Manche traurigen Gesichter gibt es aber auch. Verständlich! Viele Neins und sogar manche Anfeindungen müssen sie sich den ganzen Tag anhören. Mein kleiner Wunsch: gebt Ihnen eine Chance! Sie wollen nur Gutes tun, haben unglaublich gute Informationen und werden – welche Entscheidung ihr auch immer trefft – diese ohne Urteil akzeptieren.

Mittwoch bis Freitag. Ich bin mit Peppi nach Hannover gefahren, um dort das WWF-Team zu unterstützen. Oder? In der ersten Tagen weiß ich noch nicht wirklich, wo ich meine Prioritäten zu setzen habe. Ich suche jeden Morgen ein neues Café, in das ich mich mit meinem Laptop verziehen kann, um E-Mails die von Tim und Co hereinflatternden Aufgaben zu bearbeiten.(Wow, welchen Einblick ich in ihre Tun bekomme!) Gleichzeitig will ich aber auch Peppi helfen, alles für die Kampagne und die kommenden Wochen zu organisieren…

Freitag Abend. Entscheidung. Die nächsten zwei Wochen werde ich die WWF-interne Kampagnenleitung bei der Organisation des Face-to-Face Fundraising unterstützen. So schnell kann es gehen – von der Praktikantin (auf Augenhöhe) zur Mitorganisation einer wirklich wichtigen Kampagne der größten Umweltschutzorganisation der Welt!

Samstag. Mit meiner momentanen Lieblingsband – Six60 – auf den Ohren laufe ich durch Berlin-Mitte. Ich mache mir Gedanken über die kommenden Wochen in Berlin. Ich werde mir bewusst, dass ich in einer großen Holschuld bin und mir wohl niemand meine nächste Aufgabe direkt vor die Füße legen wird. Dann realisiere ich, dass ich mit einem riesigen Lächeln durch die dreckigen Straßen Berlins laufe und tatsächlich merke ich: Ich bin angekommen!

I’ll keep you