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Webdoku: Bloggen als Beruf

Geld verdient sich beim Bloggen nicht von alleine! Es reicht eben nicht, seinen Trainingspost mit ein paar netten Bilder von sich in Sportklamotten zu bebildern, um es Turnschuhe und Equipment von renommierten Sportherstellern hageln zu lassen. Wir haben uns mit drei Bloggern über die Professionalisierung und die Monetarisierungsmöglichkeiten von Blogs unterhalten. Alle drei bringen die Substanz eines erfolgreichen Blogs auf einen Nenner: Bloggen ist Arbeit. Erfolgreiche Blogger zeichnen sich durch Kontinuität, stete Aktivität, einen präzisen Redaktionsplan und professionelle Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern aus. Die Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen sollte selbstverständlich sein. Uns interessierte ob es Wochen, Monate, Jahre braucht, bis man mit seinem Blog Geld verdienen kann? Ob man vom Vollzeitbloggen leben kann? Wie viel Zeitaufwand steckt wirklich hinter einem Blog?  Wie wird Social Media strategisch eingebunden und die eigene Reichweite analysiert und gestärkt? Die Antworten verpackten wir in Form einer Webdoku, die wir mit Klynt umgesetzt haben. Dies erlaubt dem User mehr Interaktivität und uns mehr narrative Freiheit. Für das Konzept, die Recherche der Interviewpartner, die Drehs, die Post-Production und die Umsetzung in Klynt gaben wir uns …

Kurzfilm “ „

  Zwei sich fremde Menschen. Eine Nacht, wenige gemeinsame Stunden. Wortlose Blicke, die das Gegenüber erkunden, abtasten. Neugierig, zuerst zurückhaltend, dann immer vertrauter.    

Königinnen des Chaos

Messies leben verwahrlost in vermüllten Wohnungen, wo sich Zeitungsberge, Gerümpel und bizarre Sammelsurien meterhoch stapeln. Für viele Menschen ist das Messie-Syndrom in wenigen Worten auf den Punkt gebracht. Dies ist zum einen sicherlich der Begrifflichkeit geschuldet: von dem englischen Wort mess abgeleitet, beschreibt die Bezeichnung Messie lediglich die äußeren Auswirkungen der Erkrankung, nämlich Durcheinander, Unordnung, Chaos. Auch die Medien, im besonderen das Privatfernsehen, tun ihr Übriges, um diese eindimensionale Betrachtung mit effekthascherischen Bildern zu nähren und tragen selten dazu bei, über das mittlerweile weit verbreitete Krankheitsbild aufzuklären. Meist liegt der Fokus der Berichterstattung auf dem Zustand der Wohnung, was einer wirkungsvollen Bildsprache gerecht wird, nicht so sehr jedoch den Betroffenen und deren Innenleben. Messies sind nicht einfach nur unordentlich oder undiszipliniert. Hinter der Sammelwut, die sehr unterschiedliche Ausprägungen annehmen kann, versteckt sich ein viel tiefer liegendes Problem: meist sind physische oder psychische Erkrankungen die Ursache dafür, dass das innere Chaos der Betroffenen die Körpergrenzen überschreitet und von deren Lebensraum Besitz ergreift. Im folgenden Hörfunkbeitrag erzählen zwei betroffene Frauen von ihren Erfahrungen. Meike und Ingrid sind …

So schmeckt das Schwabenland

Manchmal haben wir ganz einfache Vorstellungen davon, wie Dinge auszusehen haben. Für Feinschmecker kommt ein guter Single Malt aus Schottland. Feinster Mozarella stammt aus Kampanien. Aber habt ihr schon einmal schwäbischen Whisky probiert? Oder Hohensteiner Albzarella geschlemmt? Ein Stück Heimat auf dem Tisch bedeutet in der Region Schwaben nicht zwangsläufig Maultaschen oder Spätzle. Wie schmeckt eigentlich das Schwabenland? Auf der Spur von unerwarteter heimischer Kulinarik. Eine Sendung von Simona Miladinovic und Tanja Synek.   Dieser Radiobeitrag entstand im Wintersemester 2014/2015 im Rahmen der Lehrredaktion Hörfunk, Master Medienwissenschaft, Universität Tübingen. Das Seminar stand unter dem Motto „Heimat“. Ziel war es, sich des Themas „Heimat“ journalistisch und akustisch anzunehmen und es hörbar zu machen. Das Endprodukt ist hoffentlich eine interessante Radiosendung, die nicht nur in der Heimat, sondern auch unter Fremden gerne gehört wird. Dank gilt Prof. Dr. Jürgen Häusermann von der Eberhard Karls Universität Tübingen, Pia Fruth und Nils Keilmann vom SWR. Darüber hinaus bedanken wir uns bei unseren Gesprächspartnern Helmut Rauscher von der Hohensteiner Hofkäserei, Markus Hofmeister von der Destillerie und Genussmanufaktur Rieger und Hofmeister und Prof. Dr. Roman Lenz von der Hochschule …

Die neuen Langzeitstudenten

Die Regelstudienzeit für geisteswissenschaftliche Bachelorstudiengänge liegt bei sechs Semestern. Doch drei Jahre reichen nicht, um wertvolle Berufspraxis zu sammeln. Immer mehr Studierende müssen die Regelstudienzeit überschreiten, um den Einstieg in die Arbeitswelt zu schaffen.   Der typische Langzeitstudent wählt grün, engagiert sich im AStA und fährt oft Fahrrad. Die Abende verbringt er in verrauchten Bars oder WG-Küchen, bei philosophischen Diskussionen mit seinen Freunden. Das Seminar morgens um elf lässt er sausen. Viel zu früh! Er hat sich eh kürzlich überlegt, das Fach zu wechseln – nochmal. Dieses Klischeebild eines Langzeitstudenten stammt aus der Zeit vor der Bologna-Reform. Die Studenten von heute studieren auf Bachelor statt Magister. Das Studium ist verschulter, die Flexibilität von damals fehlt. Anstelle von Scheinen sammelt man jetzt ECTS-Punkte. 180 sind es in der Regel bis zum Bachelorabschluss, 30 pro Semester. Laut einer Pressemitteilung des statistischen Bundesamtes schafften es im Prüfungsjahr 2012 jedoch nur knapp 40 Prozent der Studierenden, ihr Studium innerhalb der Regelstudienzeit abzuschließen. Die Gründe sind vielfältig: zeitintensive Nebenjobs, chronische Krankheiten oder Behinderungen, familiäre Verpflichtungen. Doch ein Teil der Studierenden …

Die Banalität der Privatsphäre

Während sich Senioren bei Facebook anmelden und Mittvierziger WhatsApp (und die ungemein praktischen WhatsApp-Gruppen) für sich entdecken, sind diese Apps unter Teenagern schon wieder out.  Sie nutzen neue Apps wie Snapchat oder YouNow, um mit Freunden und Fremden zu kommunizieren. Oft präsentieren sie dabei ganz banale Dinge: Die NutzerInnen fotografieren etwa ihr Mittagessen, filmen sich beim Chillen mit Freunden oder erzählen der Kamera von ihrem Tag. Eigentlich ja nichts schlimmes, oder? Sollte man sich Sorgen machen, dass sie diese Informationen ins Internet stellen? Oder ist es nicht trotzdem privat, auch wenn es banal ist? Diesem Phänomen sind wir in einem rund vierminütigen Radiobeitrag auf den Grund gegangen, den ihr euch im Player anhören könnt: