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Lebe lieber unsichtbar

Erinnerungen stehen wie Einmachgläser im Keller des Lebens. Manche von ihnen sind vergoren, einige angelaufen, andere sauer und ein paar sind süß und knackig wie am ersten Tag. Teilweise wurden sie konserviert, eingefangen in Bildern, Videos und Artikeln, um beweisen zu können, dass man in gewissen Augenblicken auf eine bestimmte Art und Weise existiert hat.

Der Tarnumhang der 90er

Eine Kiste voller Erinnerungen steht auf dem alten Korkfußboden. Darin liegen Alben mit eingeklebten Bildern und Texten. Daneben Fotoumschläge von Ihr Platz, der örtlichen Drogeriekette, deren Klebeverschlüsse beim Öffnen vielversprechend knarzen – wie damals, als man den fertig entwickelten Film aufgeregt abgeholt hat. Im Innern befinden sich haptische Relikte aus der prädigitalen Zeit. Die konservierte Essenz meiner Jugend auf Hochglanzpapier: Tattooketten und abgeschnittene Jeans; Blocksträhnen, Gel-Igel und McDonalds-Frisuren aka Nick Carter´s Frisur als Backstreet Boy; Döner und Rausch auf Wiesen und Feldern; Flips in der Nase und Edding im Gesicht – wer im Bus einschläft, verliert; die Idee von Freundschaft und der Versuch, auf Fotos gut oder wenigstens cool auszusehen – dann die Enttäuschung bei Abholung des entwickelten Films. Es gibt ein paar wenige peinliche Bilder von Partys und das eine oder andere Video, alles offline gelagert in Pappkisten. Die besten Kalauer unserer Abenteuer und Fehltritte kursieren als mündlich weitergegebene Geschichten, die an Weihnachten in der Ortsspelunke reanimiert werden. Weiterlesen

Webdoku: Bloggen als Beruf

Geld verdient sich beim Bloggen nicht von alleine!

Es reicht eben nicht, seinen Trainingspost mit ein paar netten Bilder von sich in Sportklamotten zu bebildern, um es Turnschuhe und Equipment von renommierten Sportherstellern hageln zu lassen.

Wir haben uns mit drei Bloggern über die Professionalisierung und die Monetarisierungsmöglichkeiten von Blogs unterhalten. Alle drei bringen die Substanz eines erfolgreichen Blogs auf einen Nenner: Bloggen ist Arbeit. Erfolgreiche Blogger zeichnen sich durch Kontinuität, stete Aktivität, einen präzisen Redaktionsplan und professionelle Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern aus. Die Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen sollte selbstverständlich sein.

Uns interessierte ob es Wochen, Monate, Jahre braucht, bis man mit seinem Blog Geld verdienen kann? Ob man vom Vollzeitbloggen leben kann? Wie viel Zeitaufwand steckt wirklich hinter einem Blog?  Wie wird Social Media strategisch eingebunden und die eigene Reichweite analysiert und gestärkt? Die Antworten verpackten wir in Form einer Webdoku, die wir mit Klynt umgesetzt haben. Dies erlaubt dem User mehr Interaktivität und uns mehr narrative Freiheit. Für das Konzept, die Recherche der Interviewpartner, die Drehs, die Post-Production und die Umsetzung in Klynt gaben wir uns vier Wochen. Ein ganz schön tougher Zeitplan! Eine Webdoku für begeisterte Blogleser und alle, die selbst ins Blog-Business einsteigen wollen. Enjoy! Weiterlesen

Irgendwas mit Medien – Hörfunk

Auf einer Familienfeier fragen die Gäste zwei Geschwister, was sie studieren. Er sagt: „Medizin“ – „Oho“ „Aaah“. Es wird anerkennend geraunt und gleichzeitig wissend genickt. Sie erzählt, dass sie Medienwissenschaft studiert. „Medienwissenschaft? Was ist das?“ und „Wird man damit Nachrichtensprecher bei der Tagesschau?“, wollen Omas Bekannte wissen. Wenn die gleiche Konversation auf einer Party mit jüngeren Besuchern stattfindet, dann folgt oft ein sarkastisches: „Soso, irgendwas mit Medien.“ oder: „Das ist ja cool!“, weil die Person glaubt, dass man ein total aufregendes Lifestyle-Studium absolviert und zukünftig glamouröse Berufsaussichten auf einen warten, bei denen man viele wichtige Leute trifft. Oder im Zweifelsfall wenigstens den ehrwürdigen Job ausführt, über wichtige Leute zu berichten, andere Menschen zu unterhalten und zu informieren beziehungsweise ihnen vorzuschlagen, an was sie denken und was sie gut finden sollen. Oder aber man wird eben doch ein „echter“ Wissenschaftler und untersucht per Eyetracking die Auswirkungen von Gewaltspielen auf Kindergartenkinder.

„Irgendwas mit Medien“ ist zu einer geflügelten Redewendung geworden. Sie bezeichnet ein Konglomerat von Berufsfeldern, das im weitesten Sinne mit dem Begriff „Medien“ in Verbindungen gebracht werden kann und beschreibt dabei gleichzeitig auf subtile Art und Weise unseren „Zeitgeist“. Oftmals klingt  bei der Aussprache des Labels „Irgendwas mit Medien“ ein gewisser Beigeschmack mit. Medienjobs scheinen sich aus der Perspektive von Außenstehenden auf einem Spektrum zwischen Skepsis und Faszination zu bewegen. Sie muten volatil und nicht vollkommen durchschaubar an. Versucht man sie an einer Facette zu greifen, so rutschen einem die anderen schon wieder aus der Hand. Und möglicherweise ist genau das, was sie so verheißungsvoll macht.

Trotz seiner bisweilen konturlosen oder vielmehr wandelbaren Erscheinung kann man den Eindruck gewinnen, dass der Berufswunsch „Irgendwas mit Medien“  inflationär geworden ist oder zumindest einen eindeutigen Peak im Raum-Zeit-Kontinuum der Studienwahl der letzten Jahre hinterlassen hat. Handelt es sich um eine Traumjobkonstruktion der Kinder der 1980er Jahrgänge, die seit ihren Erstkontakten mit Gameboys und punktefressenden Schlangen auf Mobiltelefonen zu fashionaffinen Instagram-Hipstern auf der Suche nach einer notwendigen, aber spannenden Zukunftsperspektive geworden sind? Diese Hypothese ließe sich nur durch eine großangelegte empirische Erhebung unter den Studierenden der Medienwissenschaft widerlegen.

So sehr die Berufsbezeichnung „Irgendwas mit Medien“  nach einem Abenteuerspielplatz für Lifestylejunkies klingt, müssen wir dennoch zugeben, dass unser Alltag vollkommen von Mediennutzung bestimmt wird und dass in diesem Bereich eindeutig eine gewisse Zukunft liegt – zumindest im Handel mit Big Data und den Korrelationen zwischen Unterhaltungs- und Konsumvorlieben. Und der Journalismus bildet mit seiner Orientierungsfunktion immerhin die Basis unserer demokratischen Gesellschaft.

Die Absolventen von „Irgendwas mit Medien“ landen im (Online-) Journalismus, in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, in der Werbung oder im Marketing, in der Unterhaltungsbranche – ein dehnbarer Begriff. Sie werden Blogger oder „Kreative“ alias Menschen, die in einem Open-Space-Büro in einem angesagten Stadtteil einer Weltmetropole sitzen und Chiasamen-Smoothies trinken, während sie den traditionellen Arbeitszeiten skeptisch gegenüberstehen. Ok, eigentlich sind wir gerade in eine klischeebehaftete Selbstreflektion zur „Generation Y“ abgedriftet.

Welchen dieser Wege ein/e Medienwissenschaftsstudent/in einschlägt, hängt neben dem universitätsspezifischen Schwerpunkt natürlich davon ab, wie und ob die Person ihren Werdegang aktiv gestaltet. Die vielen verschiedenen Themenbereiche, die während eines Studiums angeschnitten werden sind Appetithäppchen auf der Suche nach dem Topf voll Gold/ Glück/ Mittelmäßigkeit.  Den individuellen Fokus und damit den Grundstein für den beruflichen Werdegang findet und legt jeder selbst. Als bewährte Zauberformel mit Standardabweichung hat sich erwiesen: (Praktika + fachbezogene Nebenjobs + Eigeninitiative) * (Sozialverträglichkeit + Empathie + selbstbewusstes Auftreten) = undurchschaubare Chancen auf hervorragende Jobs.

Stefanie Molitor ist Absolventin der Medienwissenschaft. Sie hat ihren Master an der Uni Tübingen gemacht. Während der Schulzeit wollte sie noch Konditorin werden, aber mit der Zeit hat ihre Liebe zur Sprache überwogen und sie in die Wundertüte der Medienwissenschaft gelockt. Im „Irgendwas mit Medien“-Kosmos hat sie vorübergehend einen festen Platz gefunden. In einem Interview erzählt sie von ihrem Studium und von ihrer Arbeit als Journalistin beim SWR.

von Leonie und Elisa

Titelbild: Astro Oscar II*II via flickr.com ( CC BY-SA 2.0)

Es war einmal ein Land…

… das unter dem Namen „Jugoslawien“ eine vielfältige Mischung aus Kulturen, Religionen und Mentalitäten subsumierte. Heute existiert es nicht mehr. Die bis dato zahlreich ausgetragenen Konflikte fanden Eingang in die Kunst und Architektur und wurden auf außergewöhnliche Art memoriert.

Architektur gegen das Vergessen

In den Jahren zwischen 1960 und 1980 gab der jugoslawische Staatschef Josip Broz Tito mehrere Monumente bei Architekten in Auftrag, um den Opfern des Faschismus Tribut zu zollen. Diese sind über das gesamte Territorium Ex-Jugoslawiens verstreut und wurden an abgelegenen Stellen in freier Natur platziert. Sie muten surreal, futuristisch und mystisch an und erscheinen wie Schauplätze hybrider Phantasiewelten, in denen Raum und Zeit implodieren. Die Erbauer entschieden sich für eine symbolische Sprache, die frei von nationalen, religiösen oder politischen Färbungen und für eine möglichst viele Menschen verständlich sein sollte. Weiterlesen

030 war gestern, ist heute und bleibt morgen

Teil 4

(Hier gehts zu Teil 1, 2 und 3)

Ich kann mich noch daran erinnern wie ich mich im frühen Sommer zu meiner Liebelings-Elisa umgedreht habe und  sagte: „Ich hoffe, dass ich in Berlin eine kleine Sommerliebe finde.“

Man macht sich immer Gedanken, wenn man einen weiteren großen Schritt im Leben geht. Wie wird das wohl sein? Werde ich den Aufgaben gerecht? Werde ich einen guten Eindruck hinterlassen? Werden mir die Stadt und die Arbeit gefallen?


Learning Nr. 1: Lass das Leben auf dich regnen.

Learning Nr. 2: Wem hilft´s?

Learning Nr. 3: Du bist das Spiegelbild deines Gegenüber. Also lächle.

Learning Nr. 4: Hast du ein gutes Team an deiner Seite kannst du alles erreichen.

Learning Nr. 5: Einen Fehler zu machen ist vollkommen in Ordnung, solange du ihn nur einmal machst und dann daraus lernst.


Ich habe in den letzten Monaten unglaublich viel gelernt. Ich hatte das große Glück eine Arbeit zu finden die sich nicht nach Arbeit anfühlt, auch wenn die Stunden endlos sind und ein Sonntag grundsätzlich nicht ohne beantwortete Emails oder wichtige Anrufe vergeht. Wir beantworten die Fragen am Telefon gerne. Unsere Gehirne bleiben immer im auf Wach-und-Bereit-Modus.

In all den Monaten an der Spree durfte ich Teil einiger Erfolge von elefunds sein. Ein absolutes Highlight war der Anruf einer Journalistin, die ich persönlich sehr bewundere – Johanna Trapp. Die Berlin Times brachte am 3.10.2015 eine Sonderausgabe zum 25. Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung heraus und wer bekam eine ganze Seite? elefunds – Making money and changing the world- a Berlin start-up is making it happen. Wir erzählen von unseren Berg und Talfahrten, was ein gutes Start-Up braucht um durchzuhalten und auch was uns (ja – ich sag uns) zu etwas ganz Besonderem macht.

Es ist auf der einen Seite die Leidenschaft zu unserer Arbeit die uns nie wirklich in den Feierabend gehen lässt, auf der anderen Seite das Durchhaltevermögen, das die Jungs schon seit vier Jahren immer wieder an ihren Traum glauben lässt und es sind, all die Hände, die sie geschüttelt haben und beiden denen sie mit ihrer Energie einen bleibenden Eindruck  hinterlassen haben. Aber natürlich tragen auch die große Lust und der Spaß mit Freunden zusammen zu arbeiten auf die man sich 100% verlassen kann, zu unserem Erfolg bei.

Heute an diesem wunderschönen Oktobersonntag laufe ich wieder durch Berlin wie an einem meiner ersten Tage, wieder mit neuer Lieblingsmusik –Jack Savoretti– auf den Ohren und denke über meine letzten Monate in Berlin nach. Die Stadt ist gar nicht mehr so groß für mich. Ich habe meinen Lieblings-Späti gefunden, der für mich sogar Kichererbsen ins Angebot genommen hat und der schon ganz genau weiß welches Bier ich trinke. Noch schnell Grüße an die kleine Tochter, die gerade in den Kindergarten gekommen ist, unter der U-Bahn durch wo immer diese großartige Bluesband spielt, die uns den Arbeitsalltag in der Schönhauser Allee noch schöner macht. Noch kurz eine vegetarische Frühlingsrolle bei der kleinen Asiatin, die uns immer so nett willkommen heisst und schon stehe ich mit dem Gesicht zur Sonne gewendet im Mauerpark und genieße die flimmernde Stimmung, die ich um mich herum auf dem wöchentlichen Flohmarkt spüre.

Ganz lange haben wir miteinander überlegt, ob ich den Winter über  in Berlin bleibe und dafür mein Studium pausiere. In der allerletzten Woche haben wir uns dann aber für einen viel schöneren Weg entschieden. Ich begleite elefunds über den Winter vom schönen Winter-Schwabenland aus. Und nächstes Jahr im Februar, wenn alle Kurse abgeschlossen sind, packe ich mehr als nur 7 Sachen und werde Wahlberlinerin (-die ihr Schwäbisch wohl nie verstecken werden kann). Ich habe es geschafft. Ich darf weiterhin und hoffentlich für ganz lange Zeit ein elefunds sein.

Vor vier Monaten war ich das Mädel, welches man immer mit Musik auf den Ohren im Park unter ihrem Lieblingsbaum gefunden hat. Einfach am Nichts tun. Ab sofort bin ich das Mädel, welches man im Park unter ihrem Lieblingsbaum findet, mit ihrem Tablet in der Hand – süchtig danach dem Gehirn etwas Futter zu geben, mit dem es arbeiten kann.

Jetzt heißt es alle Kurse bis Februar in meinem Masterstuidum erfolgreich abzuschließen, einen letzten Winter in Tübingen zum Schmelzen zu bringen und mir meine Liebgewordenen noch näher an mein Herz zu schnallen um bereit für Berlin zu sein.

Ich wollte eine Sommerliebe finden. Etwas viel Besseres habe ich gefunden. Ich habe alte Sommerlieben wiedergefunden. Andere neue kamen dazu. Ein Mädel tanzt auf den selben Beat wie ich, meine Lieblings-Montagabendbegleitung teilt sich mit mir seine Welle, mit dem anderen lerne ich, dass kein Hindernis zu hoch ist um es zu überwinden und meine zwei neuen „Partner in Schabernack“ werden stets an meiner Seite stehen, wenn es weider heißt: Wir gegen die ganze Welt. Vorallem jedoch, habe ich mich diesen Sommer wieder in mein eigenes Leben verliebt. Und was gibt es wohl besseres?

Der letzte Sommer war mein erster Sommer im schönen Berlin, aber ganz gewiss nicht mein letzter! Ich freue mich darauf morgen früh wieder aufzuwachen!

I´ll keep you posted!

Narkotika und Jubilus

Erwachsene Menschen stehen dicht an dicht. Sie tragen „Kutten“ – abgetragene Jeanswesten mit Aufnähern ihres Vereins. Berauscht vom Gemeinschaftsgefühl und narkotisierenden Alkoholika verfallen sie in einen kollektiven Singsang,  die Schals um den Hals, jederzeit bereit, ein Schalspann-Ritual durchzuführen.

SCHALALALALAAAAAAAA!

Bier, Menschen, Reliquien, Umarmungen, Erbrochenes, Verbrüderung, lachende Gesichter, weinende Männer, Pöbeln, Grölen, große Euphorie – all das ist Fußball. Doch diese assoziative Charakterisierung wird der Sportart nicht gerecht. Fußball ist Kulturgut und Medizin gegen die Unerträglichkeiten des menschlichen Daseins; Heldenreise und Karthasis; eine universelle Sprache und Instrument der Integration und gleichzeitig der Grund für diverse Platzwunden, Alkoholvergiftungen und gebrochene Rippen. Die meisten Kämpfe werden jedoch stellvertretend von der Mannschaft auf dem Spielfeld ausgetragen und die Zahl der Verletzten ist, im Verhältnis zur Größe der Veranstaltung, relativ gering. Mit Emotionen wird beim Fußball nicht gegeizt, Herzblut wird im großen Stil investiert: Aufopferung, Treue und Kasteiung für den Verein sind eine Selbstverständlichkeit – in guten wie in schlechten Zeiten. Weiterlesen

Redaktions-Fundstücke im September

Mit Musik durchs Herbstlaub

  • Elisa: Nicht neu, aber immer wieder schön anzusehen und anzuhören. It´s nothing as it seems. Und wer könnte einer Band wiederstehen, die sich Aale nennen?
  • Leo: Dieses Lied bringt mich in stressigen Situationen immer wieder runter. Augen schließen, durchatmen, bis 10 zählen und auf einmal merkt man, dass alles Sinn macht.

Bunte Bilder für graue Tage

  • Jo: Ist zwar schon über fünf Jahre alt, aber trotzdem noch einer der innovativsten Werbespots: Er integriert den Zuschauer ins Geschehen und beleidigt ihn dabei auch noch. Trotzdem und obwohl man weiß, dass man sich von Werbung eigentlich nicht beeinflussen lassen sollte, möchte man irgendwie wissen, wie Old Spice denn nun eigentlich riecht.
  • Kato: Mr. Robot: Der menschenscheue Elliot ist Mitarbeiter einer
    IT-Sicherheitsfirma bei Tag, taltentierter Hacker bei Nacht. Eines Tages
    wird er von einer Hackergruppe kontaktiert – ihr Ziel ist kein
    geringeres als eine Revolution.
    Vielversprechender Plot, viele „WTF?!„-Momente und unerwartete Wendungen im Verlauf der ersten Staffel. Definitiv sehenswert!
  • Simona: Ich bin bereits süchtig. Nicht nach irgendeiner Art von Rauschgift, sondern nach „Narcos“. Die neue Netflix-Serie zeichnet den Aufstieg Pablo Escobars zum kolumbianischen Drogenkönig und zu einem der reichsten Männer der Welt. Hier geht’s zum offiziellen Trailer.

Soulfood für alle Fälle

  • Luisa: greenkitchenstories ist ein Blog eines skandinavischen Paars, das vegetarische Köstlichkeiten zaubert. Es macht großen Spaß auf dem Blog rumzustöbern, der auch immer ganz schön komponierte Fotos von den Gerichten zeigt, die teilweise echt easy nachzukochen und immer raffiniert sind.

Schön und Handgemacht

  • Bianca: Das Making-Of-Video des Lettering-Kunstwerks namens „Patience & Discipline“. Beim Betrachten des Werks ahnt man, dass die beiden Künstler viel Arbeit hineingesteckt haben. Aber wirklich deutlich werden die 300 Stunden erst im stimmungsvollen Video, übrigens unterlegt mit Musik von Nick Cave.

Praktisches für die Hosentasche

  • Leo: GoButler. Die Start-Up Idee des jetzigen Jahres.
    Alles 100% kostenlos (nur die üblichen SMS-Gebühren fallen an). Handynummer eingeben, auf einmal sagt da wer: Hi, mein Name ist Ben. Wie kann ich dir helfen? und man hat seinen eigenen 24/7 Butler. Kurz eine Nachricht mit einer Bitte geschrieben und Ben kümmert sich um alles. Wo soll ich heute Abend essen? Kannst du mir bitte einen Flug buchen?
    Auch Celebrities wie Joko Winterscheid und Hollywood Superstar Ashton Kutcher sahen das unglaubliche Potential dieses Service und investierten in Millionen-Dollar-Bereichen in die Idee.
    Ben ist immer da.
    Ich glaube es ist Liebe. 🙂

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Du bist das Spiegelbild deines Gegenübers

Morgens aufgewacht und irgendwie hat man das Gefühl, dass der kommende Tag einfach nichts wird. Die Sonne scheint nicht prachtvoll genug, die Vögel nerven total mit ihrem Rumgesinge. Eigentlich hatte man sich nichts anderes vorgenommen, als den Tag mit einem guten Buch im Park zu verbringen, da stellt man fest, dass das Buch einfach nur kacke ist –anscheinend kann nichts die Mundwinkel dazu bringen, sich nach oben zu heben.

Die maulige Verkäuferin in der Bäckerei verbessert die Stimmung nicht wirklich, der Typ der gerade vorbeilief gab einem das Gefühl, dass man diese Hose besser nicht hätte anziehen sollen und durch den Prof in der Uni lernt man sehr geduldig zu sein…

Der Kaffee zu heiss, der Kuchen zu teuer und irgendwie ist die Schnalle von Kellnerin zu den anderen Gästen viel netter als zu einem selbst. Ha! Dann bekommt sie eben auch nur kurze, blaffende Antworten. Trinkgeld? Vergiss es! Dafür bekommt man dann auch kein Tschüss. Den Laden betritt man ganz bestimmt nie wieder!


 

At worst I feel bad for a whole

But then I just smile

I go ahead and smile

(Lilly Allen – Smile)


Morgens aufgewacht und irgendwie hat man das Gefühl, dass der kommende Tag einfach wunderschön wird. Die Sonne ist zwar nicht so strahlend wie in der Wettervorhersage versprochen, aber der Gesang der Vögel macht das alles wieder wett. Das Buch, auf das man sich so gefreut hatte, ist nicht so mitreißend wie gewünscht, aber da sieht man eine kleine Familie die glücklich mit dem Neuzuwachs den Tag im Park verbringt und weiter hinten sieht man eine Gruppe an Freunden die einfach nur die Zeit miteinander genießen. Was ein Tag!

Die maulige Verkäuferin bekommt ein Lächeln entgegen geworfen und aufeinmal sagt sie ganz höflich Tschüss und wünscht einen schönen Tag. Der Typ der gerade noch verachtend die neue Lieblingshose begutachtet hat, wird mit den Augen fokussiert und auch ihm wird ein Lächeln befreit….Als man sich umdreht, schaut er sich leicht lächelnd über die Schulter und freut sich über diese Begegnung. So kann man stolz-hinternwackelnd weiterlaufen.

Der Kaffe ist zu heiss? Naja, dann lässt man ihn eben ein wenig stehen. Und der viel zu teure Kuchen wird abgestempelt als der Luxusartikel den man sich ab und an mal gönnt. Die Kellnerin hüpft glücklich durch die Tischreihen, sodass man nur mitspringen will. Man zieht aus ihrer wunderbaren Erscheinung noch mehr Energie, sodass man sich zurückhalten muss sie nicht zu umarmen beim Bezahlen.

ICH BIN das „ICH BIN“ in meinem Gegenüber.

Jedem von uns sind solche Tage bestimmt schon passiert. Vielleicht nicht genau in diesem Bilde, aber bei der Arbeit, in der Uni, unter Freunden oder in der Beziehung.

Ein schlecht angefangener Tag scheint sich einfach nicht ins Positive wenden zu wollen…Bis man jemanden trifft, der es einem wirklich schwer macht, die miese Laune beizubehalten. Man wehrt sich gar regelrecht dagegen zum Lachen gebracht zu werden und wird dann von der erwiderten kotzigen Stimmung noch mehr in den selbstmitgebrachten Monsun der Miesepetrigkeit geschubst.

Ein ausgiebiger Lachanfall kann angeblich zum Stressabbau beitragen, Glückshormone freisetzen, Schmerzen lindern und das Immunsystem stärken, so Humorforscherin Barbara Wild. Sie sagt zudem: „„Lachen lenkt ab. Es beansprucht das Hirn und gibt weniger Platz für negative Emotionen frei. Wenn wir alltägliche Probleme mit Humor betrachten können, ist dies für die Seele sehr hilfreich.“

Lachen ist gesund. Dr. rer. soc. Michael Titze sagt: „[Lachen] ist ein echter Gesundbrunnen. Es verbessert die Lungenfunktion, versorgt das Gehirn mit einer Sauerstoffdusche und massiert die inneren Organe. Die Immun-Abwehr steigt, Stresshormone bauen sich ab und Glückshormone werden freigesetzt. Wer regelmäßig ausgiebig lacht, tut also eine Menge für seine Gesundheit.“ 

Lachen macht sexy. Schonmal jemanden angeschaut und sich gedacht: „Mmh, der/die  scheint aber so richtig schlecht gelaunt zu sein, den/die spreche ich gleich mal an.“? Bestimmt nicht. Studien eines Online-Partnervermittlungsportal fanden heraus, das man 70 Prozent der Männer in Windeseile erobern kann, wenn frau über seine Witze lacht. Zudem legen 96 Prozent der Singles großen Wert auf den Humor des potentiellen Partners. Außerdem finden es 85 Prozent der Männer und 83 Prozent der Frauen anziehend, wenn jemand sie zum Lachen bringt.

Viele, viele weitere Vorteile bringt Lachen mit sich. Es lindert Schmerzen, verbrennt Kalorien, stärkt das Immunsystem, verbessert den Schlaf und vorallem macht es so glücklich.

Zwischen all den dunklen Wolken ist ein klein wenig blau.

Schlechte Tage hat jeder mal. Bevor man jedoch den ganzen Tag mit einer Regenwolke über dem Kopf rumläuft, sollte man sich bewusst werden, dass da draußen zahlreiche Menschen sind, die gerade in der Sonne baden und sich so herzlich darüber freuen würden, jemanden mit ihrem Lachen anzustecken. Sie sprühen vor Glück. Gerne sollte man sich daran bedienen. Zwischen all den dunklen Wolken ist diese eine kleine Lücke, die verspricht, dass nach jedem Regen auch wieder Sonne kommt.


Oder man lernt es zu lieben im Regen zu tanzen.

Bildquelle: Dominik Schröder via unsplash.com (CCO)