Monate: Dezember 2015

Es war einmal ein Land…

… das unter dem Namen „Jugoslawien“ eine vielfältige Mischung aus Kulturen, Religionen und Mentalitäten subsumierte. Heute existiert es nicht mehr. Die bis dato zahlreich ausgetragenen Konflikte fanden Eingang in die Kunst und Architektur und wurden auf außergewöhnliche Art memoriert. Architektur gegen das Vergessen In den Jahren zwischen 1960 und 1980 gab der jugoslawische Staatschef Josip Broz Tito mehrere Monumente bei Architekten in Auftrag, um den Opfern des Faschismus Tribut zu zollen. Diese sind über das gesamte Territorium Ex-Jugoslawiens verstreut und wurden an abgelegenen Stellen in freier Natur platziert. Sie muten surreal, futuristisch und mystisch an und erscheinen wie Schauplätze hybrider Phantasiewelten, in denen Raum und Zeit implodieren. Die Erbauer entschieden sich für eine symbolische Sprache, die frei von nationalen, religiösen oder politischen Färbungen und für eine möglichst viele Menschen verständlich sein sollte.