Monate: August 2015

Redaktions-Fundstücke im August

Lesestoff für die Hängematte Elisa empfiehlt euch das Buch „Makarionissi“ von Vea Kaiser. Wieso, sagt sie euch am besten selbst: „Ich habe das Buch so gierig verschlungen wie ein Betrunkener den lang ersehnten Döner nach einer Partynacht. Wunderbar geschrieben. Das Leben schillert in dieser Geschichte in all seinen Facetten.“ Wer sich jetzt schleunigst diesen literarischen Döner gönnen will, kann das hier tun.  Das transform Magazin ist seit Jahren die erste Zeitschrift, für die Bianca Geld ausgegeben hat. Und das hat sich gelohnt. Finanziert durch crowdfunding schreiben junge Redakteure zu relevanten, interessanten Themen – und das mit wunderschönem Layout. In der ersten Ausgabe geht’s um alle Facetten und die Zukunft von Arbeit. Wer lieber digital schmökert, ist dank Kato gut beraten. Sie empfiehlt diesen Artikel  auf Impressionista. Darin schreibt die Bloggerin Christina über den Berufsanfang nach der Uni als Geisteswissenschaftler. Aktuell nimmt sie das Unwort „Beschäftigungsfähigkeit“ auseinander. Sehr witzig fand Kato außerdem die Kaffeefahrt, die die Mädels von Endemittezwanzig ins tschechische Marienbad unternommen haben. In einem Bus voller Rentner, mit Helene Fischer aus den Bordlautsprechern. Zum Artikel …

Kurzfilm “ „

  Zwei sich fremde Menschen. Eine Nacht, wenige gemeinsame Stunden. Wortlose Blicke, die das Gegenüber erkunden, abtasten. Neugierig, zuerst zurückhaltend, dann immer vertrauter.    

Wo die Neurosen blühen – im Garten der Gene

Desoxyribonukleinsäure – die Zauberformel unserer menschlichen Existenz. Das Rezept nach dem Menschen gemacht werden, sobald sich die beiden wichtigsten Grundzutaten vermischt haben. Ein bisschen Intelligenz, ein bisschen Haut- und Haarfarbe, ein bisschen Suchtneigung, Erbkrankheit und eine Prise Sommersprossen vielleicht. Nach Belieben zur Garnitur noch ein paar „Worrier“ oder „Warrior“- Gene für die besondere Note. Diese Gene entscheiden darüber, ob das Ergebnis robust und pragmatisch wird oder eher depressiv und lethargisch angehaucht ist. Fertig! Einmal Mensch. Manche sehen darin die göttliche Schöpfung, andere nennen es DNS bzw. DNA – Biomoleküle, aus denen jedes Lebewesen und bestimmte Virenarten bestehen, Träger der unabänderlichen Erbinformationen. Schicksalhaft eingebrannt und dennoch von Zeit zu Zeit mit unvorhergesehenen Überraschungen gespickt. Unsere DNA besteht aus den Basen Adenin, Thymin, Guanin und Cytosin. Vier Buchstaben – A T G C – in verschiedenen Varianten und Variationen entscheiden darüber, zu welchem Zeitpunkt wir Menschen wachsen, in die Pubertät kommen, krank werden, Locken oder andersfarbige Augen bekommen. Unsere DNA ist eine wunderbar verzweigte, hochkomplexe Bau- und Psychoanleitung. Noch ist sie ein faszinierendes und persönliches Geheimnis. In …

Welcome to Berlin!

Teil 2 (hier gehts zu Teil 1) Die erste Woche im heißen Berlin habe ich geschafft. Schon jetzt habe ich mein Lieblingscafé gefunden, in dem ich mir – hin und wieder – einen großartigen schwarzen Kaffee schmecken lasse. Auch jetzt sitze ich wieder hier drin, Berlin hat sich wieder auf ca 38 Grad aufgeheizt, mein CousCous-Salat ist schon aufgegessen und ich mache mir Gedanken über die letzten sieben Tage. Ach, Berlin, du kannst so hässlich sein! Nach einer endlos langen Fahrt vom Neckar zur Spree habe ich am Sonntag erstmal versucht, mich in meiner neuen Heimat Neukölln zurechtzufinden. Kulturschock wäre zu viel gesagt, aber den ein oder anderen entgleisten Gesichtsausdruck hatte ich ganz bestimmt. Menschen, die mit Hunden rumknutschen, sieht man ja auch doch nicht alle Tage. Die S- und U-Bahnen warten fast genau vor meiner Haustür auf mich, deswegen ist es auch kein Problem, den roughen Charme von Neukölln gegen die trendy Seiten Kreuzbergs, oder durch das friedliche Herz Friedrichhains einzutauschen. elefunds – Es geht los! Sonntag Nachmittag. Nach einem kleinen Umweg (ca. 1h :)) …

Good morning, Prenzlauer Berg!

Teil 1 Kennt ihr das Gefühl, das ihr am Weihnachtsmorgen als Kind immer hattet? Diese Schmetterlinge die in eurem Bauch Achterbahn gefahren sind, weil ihr wusstest, dass der Abend etwas Zauberhaftes, Aufregendes und Neues für euch hat und ihr es nicht erwarten könnt zu erfahren was es ist!? Mit viel Respekt und Vorfreude sitze ich hier im Bus und gehe einer neuen Herausforderung entgegen. Seit schon fünf Stunden schaue ich aus dem Fenster, der Himmel ist etwas grau und bewölkt – die Landschaft rast auf der A9 an mir vorbei. Manchen von meinen Schmetterlingen ist es ein wenig schlecht, da der Busfahrer eindeutig seinen Führerschein in Bulgarien betrunken am Sonnenstrand gekauft hat, aber die übrig gebliebenen gesunden Schmetterlinge tanzen Salsa!

Königinnen des Chaos

Messies leben verwahrlost in vermüllten Wohnungen, wo sich Zeitungsberge, Gerümpel und bizarre Sammelsurien meterhoch stapeln. Für viele Menschen ist das Messie-Syndrom in wenigen Worten auf den Punkt gebracht. Dies ist zum einen sicherlich der Begrifflichkeit geschuldet: von dem englischen Wort mess abgeleitet, beschreibt die Bezeichnung Messie lediglich die äußeren Auswirkungen der Erkrankung, nämlich Durcheinander, Unordnung, Chaos. Auch die Medien, im besonderen das Privatfernsehen, tun ihr Übriges, um diese eindimensionale Betrachtung mit effekthascherischen Bildern zu nähren und tragen selten dazu bei, über das mittlerweile weit verbreitete Krankheitsbild aufzuklären. Meist liegt der Fokus der Berichterstattung auf dem Zustand der Wohnung, was einer wirkungsvollen Bildsprache gerecht wird, nicht so sehr jedoch den Betroffenen und deren Innenleben. Messies sind nicht einfach nur unordentlich oder undiszipliniert. Hinter der Sammelwut, die sehr unterschiedliche Ausprägungen annehmen kann, versteckt sich ein viel tiefer liegendes Problem: meist sind physische oder psychische Erkrankungen die Ursache dafür, dass das innere Chaos der Betroffenen die Körpergrenzen überschreitet und von deren Lebensraum Besitz ergreift. Im folgenden Hörfunkbeitrag erzählen zwei betroffene Frauen von ihren Erfahrungen. Meike und Ingrid sind …