Fortsetzung folgt..., Leo goes elefunds

030 war gestern, ist heute und bleibt morgen

Teil 4

(Hier gehts zu Teil 1, 2 und 3)

Ich kann mich noch daran erinnern wie ich mich im frühen Sommer zu meiner Liebelings-Elisa umgedreht habe und  sagte: „Ich hoffe, dass ich in Berlin eine kleine Sommerliebe finde.“

Man macht sich immer Gedanken, wenn man einen weiteren großen Schritt im Leben geht. Wie wird das wohl sein? Werde ich den Aufgaben gerecht? Werde ich einen guten Eindruck hinterlassen? Werden mir die Stadt und die Arbeit gefallen?


Learning Nr. 1: Lass das Leben auf dich regnen.

Learning Nr. 2: Wem hilft´s?

Learning Nr. 3: Du bist das Spiegelbild deines Gegenüber. Also lächle.

Learning Nr. 4: Hast du ein gutes Team an deiner Seite kannst du alles erreichen.

Learning Nr. 5: Einen Fehler zu machen ist vollkommen in Ordnung, solange du ihn nur einmal machst und dann daraus lernst.


Ich habe in den letzten Monaten unglaublich viel gelernt. Ich hatte das große Glück eine Arbeit zu finden die sich nicht nach Arbeit anfühlt, auch wenn die Stunden endlos sind und ein Sonntag grundsätzlich nicht ohne beantwortete Emails oder wichtige Anrufe vergeht. Wir beantworten die Fragen am Telefon gerne. Unsere Gehirne bleiben immer im auf Wach-und-Bereit-Modus.

In all den Monaten an der Spree durfte ich Teil einiger Erfolge von elefunds sein. Ein absolutes Highlight war der Anruf einer Journalistin, die ich persönlich sehr bewundere – Johanna Trapp. Die Berlin Times brachte am 3.10.2015 eine Sonderausgabe zum 25. Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung heraus und wer bekam eine ganze Seite? elefunds – Making money and changing the world- a Berlin start-up is making it happen. Wir erzählen von unseren Berg und Talfahrten, was ein gutes Start-Up braucht um durchzuhalten und auch was uns (ja – ich sag uns) zu etwas ganz Besonderem macht.

Es ist auf der einen Seite die Leidenschaft zu unserer Arbeit die uns nie wirklich in den Feierabend gehen lässt, auf der anderen Seite das Durchhaltevermögen, das die Jungs schon seit vier Jahren immer wieder an ihren Traum glauben lässt und es sind, all die Hände, die sie geschüttelt haben und beiden denen sie mit ihrer Energie einen bleibenden Eindruck  hinterlassen haben. Aber natürlich tragen auch die große Lust und der Spaß mit Freunden zusammen zu arbeiten auf die man sich 100% verlassen kann, zu unserem Erfolg bei.

Heute an diesem wunderschönen Oktobersonntag laufe ich wieder durch Berlin wie an einem meiner ersten Tage, wieder mit neuer Lieblingsmusik –Jack Savoretti– auf den Ohren und denke über meine letzten Monate in Berlin nach. Die Stadt ist gar nicht mehr so groß für mich. Ich habe meinen Lieblings-Späti gefunden, der für mich sogar Kichererbsen ins Angebot genommen hat und der schon ganz genau weiß welches Bier ich trinke. Noch schnell Grüße an die kleine Tochter, die gerade in den Kindergarten gekommen ist, unter der U-Bahn durch wo immer diese großartige Bluesband spielt, die uns den Arbeitsalltag in der Schönhauser Allee noch schöner macht. Noch kurz eine vegetarische Frühlingsrolle bei der kleinen Asiatin, die uns immer so nett willkommen heisst und schon stehe ich mit dem Gesicht zur Sonne gewendet im Mauerpark und genieße die flimmernde Stimmung, die ich um mich herum auf dem wöchentlichen Flohmarkt spüre.

Ganz lange haben wir miteinander überlegt, ob ich den Winter über  in Berlin bleibe und dafür mein Studium pausiere. In der allerletzten Woche haben wir uns dann aber für einen viel schöneren Weg entschieden. Ich begleite elefunds über den Winter vom schönen Winter-Schwabenland aus. Und nächstes Jahr im Februar, wenn alle Kurse abgeschlossen sind, packe ich mehr als nur 7 Sachen und werde Wahlberlinerin (-die ihr Schwäbisch wohl nie verstecken werden kann). Ich habe es geschafft. Ich darf weiterhin und hoffentlich für ganz lange Zeit ein elefunds sein.

Vor vier Monaten war ich das Mädel, welches man immer mit Musik auf den Ohren im Park unter ihrem Lieblingsbaum gefunden hat. Einfach am Nichts tun. Ab sofort bin ich das Mädel, welches man im Park unter ihrem Lieblingsbaum findet, mit ihrem Tablet in der Hand – süchtig danach dem Gehirn etwas Futter zu geben, mit dem es arbeiten kann.

Jetzt heißt es alle Kurse bis Februar in meinem Masterstuidum erfolgreich abzuschließen, einen letzten Winter in Tübingen zum Schmelzen zu bringen und mir meine Liebgewordenen noch näher an mein Herz zu schnallen um bereit für Berlin zu sein.

Ich wollte eine Sommerliebe finden. Etwas viel Besseres habe ich gefunden. Ich habe alte Sommerlieben wiedergefunden. Andere neue kamen dazu. Ein Mädel tanzt auf den selben Beat wie ich, meine Lieblings-Montagabendbegleitung teilt sich mit mir seine Welle, mit dem anderen lerne ich, dass kein Hindernis zu hoch ist um es zu überwinden und meine zwei neuen „Partner in Schabernack“ werden stets an meiner Seite stehen, wenn es weider heißt: Wir gegen die ganze Welt. Vorallem jedoch, habe ich mich diesen Sommer wieder in mein eigenes Leben verliebt. Und was gibt es wohl besseres?

Der letzte Sommer war mein erster Sommer im schönen Berlin, aber ganz gewiss nicht mein letzter! Ich freue mich darauf morgen früh wieder aufzuwachen!

I´ll keep you posted!

1 Kommentare

  1. Ganz toller Text! Vielen Dank, dass wir an deiner Reise teilhaben dürfen… und ganz viel Glück für die Zukunft!

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